Steidles Blog #4 – Die Steidles im TV

Hach Herr Jeeeee …. mit diesem Blog merken wir noch viel mehr, wie schnell die Zeit verrennt. Schon wieder 2 Wochen vorbei und wir haben diesmal gar nicht so richtig ein Thema.
Aber nachdem in den letzten 3 Wochen die Aufregung auf und um dem Hof groß war, weil Steidles gefilmt wurden und wohooo, jetzt waren wir tatsächlich im TV —- greifen wir einfach das nochmals auf. Wir erzählen euch ein paar Sätze zum Erlebnis „wir kommen im TV“ und dann werden wir auch das Thema „Corona“ auf dem Steidlehof noch aufgreifen. Unser Blog wird somit heute recht kurzweilig – für die, die nicht so auf „Bauernhof ala Homeschooling“ stehen 🙂 🙂 Nächstes Mal dann wieder ein ausgewähltes Thema vom Hofleben!
Neben viel Lob zu den Beiträgen in „Unser Land“ sowie zum ausführlichen Film auf dem BR YouTube-Channel, hörten wir zuletzt vor allem folgende Frage: „Ja, aber wie kommt man denn bitte ins Fernseher?“ Naja! Anita und Judith Zacher vom BR hatten den ersten Kontakt vor Jahren. Da sollte es mal um Frühkartoffeln gehen – und kam nie zu Stande :-)! Der Kontakt blieb bestehen, die zündende Idee fehlte. Letztendlich wars Corona und dann gings ratzfatz: Ein Anruf von Judith, ob Anita da mitmachen möchte, eine Woche später der „Drehtag“ und wieder 2 Wochen später: Radiosendungen, Unser Land und der tolle YouTube-Film. Das ist alles 🙂 Na ok – Anita war schon nervös, Verena von der Gärtnerei Seifried auch – somit war schnell alles gut. Die beiden Frauen, die so viele Gemeinsamkeiten haben, reagierten also auch hier ähnlich. Es war ein tolles Erlebnis, eine großartige Erfahrung. Judith hat Anita gut 2 Tage begleitet, völlig unauffällig, hat ein bisschen gefilmt, ein bisschen gefragt, ein bisschen mitgeschrieben. Und ein Ergebnis geliefert, welches an Echtheit und Authentizität kaum übertroffen werden kann — jeder, der unsere Anita kennt, wird sagen: Ja, genau! So ist´s und nicht anders! Und eigentlich wurde uns erst während dessen, kurz danach und vor allem beim Anschauen der Beiträge bewusst, was wir eigentlich seit Monaten so „woppen“ – nicht erst seit „Corona“. Krass!
Die richtig „krasse“ Zeit startete für uns nicht mit Corona. Sondern im Sommer 2019. Anita hochschwanger, ein neuer Architekt stieg ins Boot und plötzlich wurden die Träume zur Realität – am 1. Juli 2019 schlugen wir die alten Mauern ein – unumkehrbar, verbunden mit vielen Ängsten, Herausforderungen, Gedanken, Kämpfen, Ungewissheiten und noch mehr Gänsehaut. Immer mit dem Ziel: der Laden eröffnet im Juli 2020! Corona ging zunächst irgendwie völlig an uns vorbei, als es im Februar 2020 durch die Medien ging. Der Kindergarten schloss am 17.3.20 und Anita postete: „5 Wochen – ach was wird das schön – das kriegen wir hin!“ Corona blieb – und begleitete uns: in den letzten Zügen des Baus, beim Einrichten, bei der Eröffnung, in den ersten 7 Monaten Hofladen. Und ist immer noch da. Eine Herausforderung? – nein? ja? Ehrlich gesagt, haben wir keine Ahnung! Corona begleitet uns nun ja schon seit weit vor der Eröffnung des Ladens und letztendlich handelt es sich bei der Landwirtschaft und dem Hofladen um unseren Job – Anitas Job. Klar, der Job ist an sich schon eh etwas anders, aber dennoch: es ist unsere Arbeit und die haben wir halt zu schaffen. Aus die Maus! Mit Corona genauso, wie ohne. Es geht uns hier wie anderen Eltern auch – es ist ein Spagat, jeden Tag aufs Neue. Im ersten Lockdown haben wir die zusätzliche Zeit mit den Kindern, vor allem mit Linda, die da ja bereits im Kindergarten war, einfach genossen. Es war wohl eher Linda, die froh war, als sie wieder in den Kindergarten durfte 🙂 Jetzt, im zweiten Lockdown, war alles nicht mehr so einfach… Der Laden hat Öffnungszeiten, die müssen abgedeckt sein und gut ist es halt schon, wenn sich die Inhaber auch mal sehen lassen 🙂 Montag, Dienstag, Mittwoch – da muss produziert werden, geputzt, eingeräumt. Büro. Organisation. Neue Ideen. Kreativität. Joaaah — das geht super mit zwei Kleinkindern, grins… wir haben deshalb sofort die Notbetreuung in Anspruch genommen. Die Kinder lieben es, in den Kindergarten zu gehen. Anita schafft bis Mittag dann vieles und kann sich dann nachmittags Zeit nehmen, für die beiden Mädels – ohne ein ganz schlechtes Gewissen, dass ja noch so viel zu tun sei. Und so können wir eigentlich sagen: uns geht´s recht gut damit. Außerdem haben wir ganz viel Unterstützung von Thorstens Eltern und auch von Anitas Eltern. Jeder packt mit an — es ist genauso, wie es im Film gezeigt wurde und anders wäre es nicht machbar. Nachtschichten hin oder her – wir sind trotz Corona, trotz dadurch bedingter Herausforderungen und Schwierigkeiten dankbar: Dankbar dafür, dass wir bis dato gesund geblieben sind! Dankbar dafür, dass wir den Bauernhof haben, zu Hause schaffen und Kinder und Job doch gut vereinbar sind. Dankbar dafür, dass wir unseren Laden trotz allem aufmachen konnten. Dankbar dafür, dass wir Woche für Woche für den und im Laden arbeiten können. Dankbar für die Kunden, die zu uns kommen und uns unterstützen. Wir sind also weiterhin voll in unserem Element — und privat 🙂 grins 🙂  wir hatten vor Corona schon wenig Zeit, auszugehen. Hat sich also nicht wahnsinnig viel geändert! Jetzt haben wir noch gutes Essen, guten Wein im Sortiment – wir können uns nicht beklagen 🙂 Wir müssen es nehmen, wie es ist! Aber wir hoffen so sehr -nachdem es corona-bedingt ja keine Hofladen-Eröffnungs-Party gab – dass wir doch zumindest zum 1-jährigen Bestehen im Juli ein kleines Fest mit euch zusammen schmeissen können!
Eure Steidles